Teebeutelweisheit
„Teile mit anderen Deine Stärken, nicht Deine Schwächen.“ – Dann teile ich heute mal meine Sicht auf meine Spaziergang-Umgebung. Hoffe, der Trostlosigkeit da draußen, etwas entgegensetzen zu können.
„Teile mit anderen Deine Stärken, nicht Deine Schwächen.“ – Dann teile ich heute mal meine Sicht auf meine Spaziergang-Umgebung. Hoffe, der Trostlosigkeit da draußen, etwas entgegensetzen zu können.
Der Regen fällt. In den TropfentanzStarr ich hinaus, versunken ganzIn allerlei trübe Gedanken. Mir ist,Als hätt‘ es geregnet zu jeder Frist,Und alles, so lange ich denken kann,Trüb, grau und nass in einander rann,Als hätte es nie eine Sonne gegeben,Als wäre nur immer das ganze Leben,Die Jahre, die Tage, die Stunden all,Ein trüber, hastiger Tropfenfall. (Gustav Falke)
„Wenn die Sehnsucht größer als die Angst ist, wird Mut geboren. Ohne Sehnsucht machen wir uns nicht auf den Weg.“ (Rainer Maria Rilke)
Schon ist mein Blick am Hügel, dem besonnten,dem Wege, den ich kaum begann, voran.So fasst uns das, was wir nicht fassen konnten,voller Erscheinung, aus der Ferne an— und wandelt uns, auch wenn wirs nicht erreichen,in jenes, das wir, kaum es ahnend, sind;ein Zeichen weht, erwidernd unserm Zeichen . . .Wir aber spüren nur den Gegenwind. (Rainer Maria Rilke)
Am Meer, am wüsten, nächtlichen MeerSteht ein Jüngling-Mann,Die Brust voll Wehmut, das Haupt voll Zweifel,Und mit düstern Lippen fragt er die Wogen: »O löst mir das Rätsel,Das qualvoll uralte Rätsel,Worüber schon manche Häupter gegrübelt,Häupter in Hieroglyphenmützen,Häupter in Turban und schwarzem Barett,Perückenhäupter und tausend andereArme schwitzende Menschenhäupter –Sagt mir, was bedeutet der Mensch?Woher ist er gekommen? Wo geht er hin?Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?«Es murmeln die Wogen ihr ewges Gemurmel,Es wehet der Wind, es fliehen die Wolken,Es blinken die…
„Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ (Marc Aurelius)
Gleich einer versunkenen Melodiehör ich vergangene Tagemich umklingen. … (Christian Morgenstern)
Grabesstilleermöglicht Gedankendie auszusprechenzu Lebzeitennicht möglich waren Es fehlten EinsichtDankbarkeitDemut und Mut (© mona lisa)
„Aber vergesst niemals, dass die Dinge auf die Art und Weise auf euch einwirken, wie ihr sie betrachtet.“ (O. M. Aïvanhov)
Du lieber Frühling! Wohin bist du gegangen?Noch schlägt mein Herz, was deine Vögel sangen.Die ganze Welt war wie ein Blumenstrauß,längst ist das aus!Die ganze Welt ist jetzt, o weh,Barfüßle im Schnee.Die schwarzen Bäume stehn und frieren,im Ofen die Bratäpfel musizieren,das Dach hängt voll Eis.Und doch: bald kehrst du wieder, ich weiß, ich weiß!Bald kehrst du wieder,o nur ein Weilchen,und blaue Liederduften wie Veilchen! (Arno Holz)