Weniger ist mehr

Weniger ist mehr

Reduktion!
Man will mehr sagen
als die Natur
und macht den unmöglichen Fehler,
es mit mehr Mitteln
sagen zu wollen als sie,
anstatt mit weniger Mitteln.

Das Licht
und die rationellen Formen
liegen im Kampf,
das Licht bringt sie in Bewegung,
biegt gerade,
ovalisiert parallele,
dreht Kreise in die Zwischenräume,
macht den Zwischenraum aktiv.

Daher die unerschöpfliche
Mannigfaltigkeit.

(Paul Klee)

6 Gedanken zu „Weniger ist mehr

    1. Auf jeden Fall.
      Ich habe Schüler immer darauf hingewiesen, dass die meisten „Füllwörter“ weggelassen werden können, ohne sinnentstellend zu sein.
      „Wir müssen wohl so schreiben wie Sie!“
      „Nein, aber Überflüssiges kann weg!“
      Herzliche Grüße

      1. das mit den füllwörtern sehe ich nicht ganz so eng, bzw. gibt es ja noch andere textebenen als die, die auf der der sinn hergesteltl wird.
        uind im künstlerischen zusammenhang (und aufs zitat bezogen) denke ich an die sogenannten „leerstellen“ (hier „Zwischenräume“ genannt) die ja eine große rolle spielen.

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