Wetterleuchten

Die Sonne ist gesunken,
Der Donner schlief schon ein;
Nur durch die fernen Wolken
Geht noch der Blitze Schein.
Es tropfet von den Zweigen –
So schweigend steht die Nacht.
Nagend in meinen Gedanken
Versunknes Leid erwacht.
Du denkst, es ist verklungen
Der alte böse Schmerz –
Da zuckt sein Wetterleuchten
Noch immer durch das Herz.
(Heinrich Seidel)
8 Gedanken zu „Wetterleuchten“
ich stelle mir eine Bibliothek in deiner Wohnung vor, darin Regale voller Gedichtbände. Ein wunderschön berührendes Gedicht des Tages und ebenso die Fotografie.
LG Wolfgang
Schön!
Die von dir imaginierten Gedichtbandregale gibt es tatsächlich, von anderen Büchern verabschiede ich mich inzwischen, sie nehmen mir dann doch zu viel Platz weg.
Herzliche Grüße, hab einen angenehmen Tag!
Die Fotos sind nur ein Abklatsch dessen, was gestern Abend am Himmel zu sehen war.
Dennoch: schön, ja!
Liebe Grüße
Da passen Gedicht und abendliche Gewitterstimmung wunderbar zusammen.
Mit lieben Tagesgrüssen,
Brigitte
Freut mich, wenn mir das gelungen ist.
Herzliche Grüße und komm gut durch die Hitze
Was für eine Herzensstimmung, da wünscht man sich vielleicht, dass so ein Wetterleuchten klärend wirken kann.
Ein Wetterleuchten in der Natur ist schwer mit der Kamera festzuhalten. Ich finde es immerzu sehr faszinierend und habe Unvergessliches auf einer einsamen Berghütte erlebt. Auch die Stimmung danach, wenn die Natur Wasser empfangen hat, liebe ich. Allein der frische Geruch der Böden …
Herzliche Abendgrüße
Es war schön anzusehen, aber leider gab’s nicht dir erhoffte und so notwendige Klärung in Form von Regen.
Dennoch duften die abgeernteten Felder auf eine besondere Art und Weise: sommerlich mit einem Hauch von Herbst.
Liebe Grüße