Schnee

Schnee

Schnee, zärtliches Grüssender Engel,schwebe, sinke –breit alles in Schweigenund Vergessenheit!Gibt es noch Böses,wo Schnee liegt?Verhüllt, verfernt er nichtalles zu Nahe und Hartemit seiner beschwichtigendenWeichheit, und dämpft selbstdie Schritte des Lautestenin Leise?Schnee, zärtliches Grüssender Engel,den Menschen, den Tieren! –Weisseste Feierder Abgeschiedenheit. (Francisca Stoecklin)

Ich bin der Regen

Ich bin der Regen

Ich bin der Regen, und ich geh’barfuß einher von Land zu Land.In meinen Haaren spielt der Windmit seiner schlanken, braunen Hand. Mein dünnes Kleid aus Spinngeweb’ist grauer als das graue Weh.Ich bin allein. Nur hie und daspiel’ ich mit einem kranken Reh. Ich halte Schnüre in der Hand,und es sind auf ihnen aufgereihtalle die Tränen, welche jeein blasser Mädchenmund geweint. Sie alle habe ich geraubtbei schlanken Mädchen, spät bei Nacht,wenn mit der Sehnsucht Hand in Handsie bang auf langem Weg…

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Haruki Murakami, ERSTE PERSON SINGULAR

Haruki Murakami, ERSTE PERSON SINGULAR

„ERSTE PERSON SINGULAR“ ist der gerade erschienene Band mit neun Erzählungen Murakamis, übersetzt von Ursula Gräfe. Gemeinsam haben die Erzählungen, dass es in allen um mehr oder weniger lange zurückliegende Ereignisse und Begegnungen des jeweiligen Ich-Erzählers geht, die alle – wie Autor Haruki Murakami auch – bereits in die Jahre gekommen sind, einem Lebensabschnitt, in dem das Erinnern einen offensichtlich größeren Raum einnimmt. „Das Seltsame am Älterwerden ist für mich nicht, dass ich selbst alt geworden bin und mich unvermittelt…

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Friede

Friede

Friede ist ein Schmetterling, der sich immer unserem Griff entzieht, wenn man ihn jagt, der sich aber auf uns niederlässt, wenn wir ganz still dasitzen. (Nathaniel Hawthorne)

Ein Sonnentag im Januar

Ein Sonnentag im Januar

Sonnenscheinzarte weiße Wolken am Himmelglitzernder Raureif auf den DächernGlockengeläut hier und da Vogelgezwitschermit einem Hauch von Frühling Heißer Milchkaffeedas neue Buch von MurakamiRuhe im AußenFrieden im Innerenleichte Wärme im Gesicht Telefonate mit den (Schwieger) Kindernessenzielle Gesprächeauf Augenhöhe Zufriedenheit auf der ganzen Liniegepaart mit Dankbarkeitund dem Gefühlreich beschenkt zu werden So einfach istdas manchmal (©mona lisa)

Grau – die Farbe des Alters und der Weisheit?

Grau – die Farbe des Alters und der Weisheit?

Ich habe noch nie darüber nachgedacht, meine mittlerweile grauen Haare zu färben oder färben zu lassen. Vorschlägen von Friseuren, Bekannten habe ich stets widerstanden. Auch den Hinweisen, ich sähe dann sicher jünger aus. Wollte ich je jünger aussehen? Nie wirklich. „Mein eigenes Alter betrübt mich nicht.“ schreibt Haruki Murakami in seinem neuen Erzählband „Erste Person Singular“. Dem kann ich mich – bis heute jedenfalls – anschließen. Vor allem die damit verbunden Kosten, Prozeduren, Gerüche, Verpflichtungen, dann auch dabei zu bleiben,…

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