aller guten Dinge sind drei
Marie-Sabine Roger, Das Labyrinth der Wörter
„Ich habe beschlossen Margueritte zu adoptieren. Sie feiert bald ihren sechsundachtzigsten Geburtstag, da sollte man nicht allzu lange warten. Alte Leute sterben gern.“ So beginnt dieser lesenswerte Roman über die Freundschaft zwischen Germain, einem etwa vierzigjährigen Mann, der von allen belächelt wird, da er es zu nichts gebracht hat, und Margueritte, einer alten, sehr liebenswerten, aufgeschlossenen Frau, die sehr gerne liest. Sie begegnen sich im Park, als beide Tauben beobachten, einzige Gemeinsamkeit. Und dennoch kommt es zu einer freundschaftlichen Annäherung…
Lars Kepler, Der Hypnotiseur
Der Täter, der offensichtlich seine ganze Familie auslöschen wollte, steht eigentlich schon zu Beginn des Kriminalromans fest, nachdem nämlich Eric Maria Bark einen lebensgefährlich verletzten Jungen im Krankenhaus unter Hypnose nach dem Geschehen bei ihm zu Hause befragt hat. Dafür hat Kriminalkommissar Joona Linna sich eingesetzt, da er befürchtet hat, dass Evelyn, ein weiteres Mitglied der Familie, in Lebensgefahr schwebt. Um die Ermordung der jungen Frau zu verhindern soll Bark, den Jungen hypnotisieren und im Beisein des Kommissars befragen. Bark…
Schneller als man denkt: die ersten Spekulatius
Weihnachten kommt immer schneller, als man denkt. Wie gut ist es da, wenn im August, bei sommerlichen Temperaturen, die ersten Spekulatius in den Geschäften angeboten werden. Da sage keiner, er habe nicht gewusst, dass es schon bald wieder so weit ist.
Vergeben und vergessen? Vergiss es!
„Vergeben und vergessen? Vergiss es! Über Schuld und Entschuldigung.“ So der Titel der heutigen Sendung „Lebenszeichen“ im WDR 3, die gut nachvollziehbar darstellt, was Verzeihen und Vergeben bedeutet und welche Arbeit an einem selbst es voraussetzt. Vergeben als manchmal jahrelanger „dorniger Weg“, als ein Ringen „um eine neue Balance in einer alten Beziehung“, der verschiedene Stationen aufweist, ähnlich wie der der Trauerarbeit: – die eigene Verwundung eingestehen – das Grübeln über das, was geschehen ist – das Bewusstmachen und Ausdrücken…
Sofakissen für das Küchenfenster
Jährliches Bikertreffen in Speckhorn sowie das mehrtägige Reitturnier in Börste, die sonntäglichen Jogger und Fahrradfahrer, Mähdrescher, Güllewagen, Ausflugsleiterwagen mit grölenden Passagieren …. Ich glaube, die Anschaffung eines Sofakissens für das Küchenfenster wäre eine lohnende Investition auf meine alten Tage.
Vollmond
Beinahe wird die Nacht zum Tag. (© mona lisa)
Roswitha Haring, Stadt Tier Raum
„Eines Tages lag eine Blaumeise auf den Stufen. Unversehrt lag sie auf der Seite, als ob sie schliefe, als ob sie jemand mit zarter Hand dahin gelegt hätte.“ So zart beginnt diese Erzählung, als erster Band des neugegründeten SPRUNGTURM Verlags in Köln erschienen, in graues Leinen gebunden, der Titel erspürbar, da er wie eingestempelt ist und einem dennoch in Orange entgegen leuchtet. (Ein Lesebändchen in der gleichen Farbe wie der Titel wäre das I-Tüpfelchen gewesen!). So wie andere Menschen sich…
Anruf: Sie haben gewonnen
Gestern Morgen ein Anruf, sehr schlechte Verbindung: Er: Sie haben zwei Reisen und 700 € gewonnen. Ich: Wo ist der Haken? Er: Das sind die Mitmenschen, die in allem Schlechtes wittern. Dann fing er an, etwas von Sponsoring zu reden, … Nicht nur wegen der schlechten Verbindung habe ich ihm dann gesagt, er möge mir doch die Benachrichtigung über meinen Gewinn schriftlich mitteilen. Schon war die Leitung gekappt. Ich konnte ihm nicht einmal noch einen schönen Tag wünschen ;)