Meditation
Im Grenzenlosen sich zu finden,Wird gern der Einzelne verschwinden, Da löst sich aller Überdruß;Statt heißem Wünschen, wildem Wollen,Statt läst’gem Fordern, strengem Sollen,Sich aufzugeben ist Genuß. (Johann Wolfgang v. Goethe)
Im Grenzenlosen sich zu finden,Wird gern der Einzelne verschwinden, Da löst sich aller Überdruß;Statt heißem Wünschen, wildem Wollen,Statt läst’gem Fordern, strengem Sollen,Sich aufzugeben ist Genuß. (Johann Wolfgang v. Goethe)
„Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch.“ So lautet eine These Theodor Wiesengrund Adornos.Des ungeachtet gibt es eine Reihe von Gedichten, die sich mit der Vernichtung der Juden in den KZ der Nazis befassen. Für mich persönlich ist die „Todesfuge“ von Paul Celan ein Gedicht, das poetisch treffsicher die Todesmaschinerie in den Vernichtungslagern beschreibt: Schwarze Milch der Frühe wir trinken sie abendswir trinken sie mittags und morgens wir trinken sie nachtswir trinken und trinken Ich habe dieses Gedicht mehrfach im Deutschunterricht mit…
„Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet jedoch, daß ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muß der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben…
Heut‘ ist ein Glanz auf Erden,Wie ich ihn nimmer sah.In blitzender SilberseideStehn Busch und Bäume da. Der Tag hat tausend SterneGestreut in den weißen Schnee.Wo ich geh‘ und steh‘,Glitzert es, nah und ferne. Auf allen Wegen und GassenFließt goldner Sonnenschein:Hat wohl ein EngeleinDie Himmelstür offen gelassen! (Frieda Jung)
Warum stehe ich jeden Morgen auf? Mit dieser Frage hat sich heute Morgen eine Radiosendung beschäftigt, die ich allerdings nicht in Gänze hören konnte. Spontan ging mir Folgendes durch den Kopf: Muss ich diese Frage aktiv beantworten oder reicht es aus, aufzustehen, um am Leben teilzunehmen, oder noch simpler: um zu leben? Das ist vielleicht schon Antwort. Viktor Frankl hat für sich die Frage nach dem Warum mit Nietzsche beantwortet:„Wer ein Warum hat zu leben, erträgt fast jedes Wie.“ (Friedrich…
„Mehr Licht. mehr Licht!“ Die Finsternis läßt mich nur zagend vorwärts gehn; ich schreite langsam, ungewiß und bleib oft ängstlich tastend stehn. (Karl May, erste Strophe seines Gedichts, „Mehr Licht“) In einer Großstadt wie Hamburg taucht dieser Wunsch erst gar nicht auf. Im Gegenteil, da schwirren einem eher Begriffe wie Elektrosmog oder Lichtverschmutzung durch den Kopf.
Ich hab das „Ich“ verlernt und weiß nur: wir. Mit der Geliebten wurde ich zu zwein; und aus uns beiden in die Welt hinein und über alles Wesen wuchs das Wir. Und weil wir Alles sind, sind wir allein. (Rainer Maria Rilke) Viele wünschen sich Beziehungen, leben in Beziehungen und fühlen sich dennoch allein, isoliert, einsam, weil sie sich nicht gesehen, wertgeschätzt fühlen und immer auf Veränderungen der anderen hoffen, die sie doch bitte sehen, wertschätzen und achten sollen. Nur…
Türen sind Eingang und Ausgang, manchmal Durchgang oder Verbindung. Sie können geöffnet und geschlossen werdenalso offen und geschlossenoder auch nur angelehnt sein. Geöffnet sind sie EinladungSinnbild für Offenheit undder Bereitschaft für Begegnung und Gast-Freundschaft Wecken Neugier auf das hinter ihnen. Geschlossen bieten sie Schutz für die DahinterstehendenFür die Davorstehenden sind sie zunächst Grenze. Der, der hinter der Türe stehtentscheidet, wann er wem öffnetdas ist seine Hausmacht. Doch wie und wie lange wartet manvor einer hinter einem zugeschlossenen Türob sie je…
Diesen „Segensaufkleber“ von Pfarrgemeinden werden ab dem 6. Januar von den Sternsingern zum Schutz von Haus und Hof verteilt, wenn man denn gespendet hat. Ist dies nicht der Fall, z.b. weil man zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause ist, so geht man leer aus, dann muss man sich, Haus und Hof selbst schützen ;) Auch eine Form, Haus- und Wohnungstüren zu kennzeichnen.
Immer wieder erlebe ich Menschen, die mit dem, was ist, unzufrieden sind. Manche jammern – scheinbar immer wieder über etwas anderes – schaut man genauer hin, ist es im Grunde genommen immer wieder dasselbe. Es soll sich verändern, die schwer zu nehmenden Gefühle sollen weg, weg gehen, am besten von allein. Doch wer ist „es“? Wer, was soll da etwas verändern, sich verändern?Warum sollen die Gefühle einfach weg sein oder weg gehen? So kann man nur so lange fragen, solange…