Licht ist Liebe
Licht ist Liebe … Sonnen-Weben Liebes-Strahlung einer Welt schöpferischer Wesenheiten – die durch unerhörte Zeiten uns an ihrem Herzen hält, und die uns zuletzt gegeben … (Christian Morgenstern)
Licht ist Liebe … Sonnen-Weben Liebes-Strahlung einer Welt schöpferischer Wesenheiten – die durch unerhörte Zeiten uns an ihrem Herzen hält, und die uns zuletzt gegeben … (Christian Morgenstern)
Bleibe nicht am Boden heften, Frisch gewagt und frisch hinaus! Kopf und Arm mit heitern Kräften, Überall sind sie zu Haus; Wo wir uns der Sonne freuen, Sind wir jede Sorge los. Daß wir uns in ihr zerstreuen, Darum ist die Welt so groß. (Johann Wolfgang von Goethe)
Zarter Blumen leicht Gewinde Bring ich dir zum Angebinde; Unvergängliches zu bieten, war mir leider nicht beschieden. In den leichten Blumenranken lauschen liebende Gedanken, die in leisen Tönen klingen und dir fromme Wünsche bringen. Und so bringt vom fernen Orte Dieses Blatt dir Blumenworte; Mögen sie vor deinen Blicken Sich mit frischen Farben schmücken. (Marianne von Willemer
Verschwunden ist die finstre Nacht, Die Lerche schlägt, der Tag erwacht, Die Sonne kommt mit Prangen Am Himmel aufgegangen. Sie scheint in Königs Prunkgemach, Sie scheinet durch des Bettlers Dach, Und was in Nacht verborgen war, Das macht sie kund und offenbar. …Wohl mancher schloss die Augen schwer öffnet sie dem Licht nicht mehr; Drum freue sich, wer, neu belebt, Den frischen Blick zur Sonn’ erhebt! (Friedrich Schiller, Quelle: Shakespeare, Macbeth, Erstdruck 1623, hier übersetzt von Friedrich Schiller 1800. 2….
‘s war doch wie ein leises Singenin dem Garten heute Nacht, wie wenn laue Lüfte gingen: „Süß Glöcklein, nun erwacht, denn die warme Zeit wird bringen, eh’s noch jemand hat gedacht.“ –‘s war sein Singen, ‘s war ein Küssen, rührt die stillen Glöcklein sacht, dass sie alle tönen müssenvon der künftgen bunten Pracht. Ach, sie konnten’s nicht erwarten, aber weiß vom letzten Schneewar noch immer Feld und Garten, und sie sanken um vor Weh. (Joseph Freiherr von Eichendorff)
Still sein und schauenund auf die Antwort lauschendie sich dann einstellt. (© mona lisa) Mindestens einmal im Jahr gönne ich mir eine Stille-Auszeit, eine Art Seelenhygiene, um das, was sich das Jahr über angesammelt hat, zu entsorgen. Zunächst wird es eher laut, das ein oder andere will geduldig und gelassen ge- und beachtet werden, bevor es dann still werden kann.
Die Welt, die monden ist Vergiß, vergiß, und laß uns jetzt nur dies erleben, wie die Sterne durch geklärten Nachthimmel dringen, wie der Mond die Gärten voll übersteigt. Wir fühlten längst schon, wie’s spiegelnder wird im Dunkeln; wie ein Schein entsteht, ein weißer Schatten in dem Glanz der Dunkelheit. Nun aber laß uns ganz hinübertreten in die Welt hinein die monden ist – (Rainer Maria Rilke)
Das Wort Das Wort gleicht dem beschwingten Pfeil,Und ist es einmal deinem BogenIn Tändeln oder Ernst entflogen,Erschrecken muß dich seine Eil‘. Dem Körnlein gleicht es, deiner HandEntschlüpft; wer mag es wiederfinden?Und dennoch wuchert’s in den GründenUnd treibt die Wurzeln durch das Land. Gleicht dem verlornen Funken, derVielleicht verlischt am feuchten Tage,Vielleicht am milden glimmt im Hage,Am dürren schwillt zum Flammenmeer. Und Worte sind es doch, die einstSo schwer in deine Schale fallen:Ist keins ein nichtiges von allen,Um jedes hoffst du oder weinst. (Annette…
Schnee, zärtliches Grüßen der Engel, schwebe, sinke – breit alles in Schweigen und Vergessenheit! Gibt es noch Böses, wo Schnee liegt? Verhüllt, verfernt er nicht alles zu Nahe und Harte mit seiner beschwichtigenden Weichheit, und dämpft selbst die Schritte des Lautesten in leise? Schnee, zärtliches Grüßen der Engel, den Menschen, den Tieren! – Weißeste Feier der Abgeschiedenheit. (Francisca Stoecklin)
Manche Leute verneigen Sich gern vor Leuten, die ernsten Gesichts Langdauernd schweigen. Manche Leute neigenDazu, zu grollen, wenn andere schweigen. Schonet das Schweigen. Es sagt doch nichts. (Joachim Ringelnatz) Oh doch. Schweigen kann so beredt sein. Bietet viel Interpretionsspielraum, vor allem, wenn man nicht weiß,warum, wozu geschwiegen wird.