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Kategorie: Rezensionen

Margrit Sprecher, Irrland

Margrit Sprecher, Irrland

„Irrland“ von Margrit Sprecher enthält 20 gut geschriebene beeindruckende, eindringliche Reportagen, die leicht zu lesen, meist aber nur schwer zu „verdauen“ sind. Ich habe sie nicht in einem „Rutsch“ lesen können, zu sehr war ich von ihren Einblicken in für mich fremde Lebenswelten beeindruckt, nicht selten, nein ehrlicherweise nach jeder Reportage auch beeindruck bis bedrückt. Wie kann so etwas sein? Wie kann so etwas passieren? Warum übernimmt keiner die Verantwortung? Wird keiner zur Rechenschaft gezogen? habe ich mich immer wieder…

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Nicolas Chauvat, Genki

Nicolas Chauvat, Genki

Wer möchte nicht glücklich sein? Und wer macht „Glücklichsein“ nicht von äußeren Bedingungen und Gegebenheiten abhängig? Wenn … dann. Nicolas Chauvat macht schon in seiner Einleitung deutlich, dass Glücklichsein etwas mit einem selbst, der eigenen Haltung und Einstellung zu tun hat: „Die Voraussetzung, um ‚Erfolg‘ zu haben, liegt darin, dass man mit sich selbst im Reinen ist und Erfüllung im Tun findet.“ Glücklichsein hat also für ihn etwas mit Erfolg haben zu tun. Das sollte man wissen, wenn man weiterliest….

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Thømas Engström, North of the Paradise

Thømas Engström, North of the Paradise

„North of the Paradise“ ist der dritte Ludwig Licht Thriller nach „West of Liberty“ und „South of Hell“. Licht lebt mittlerweile in Little Havana, Florida, USA, nur fünfzig Meer von seinem Stammlokal entfernt. Er bezeichnet sich selbst als Säufer, der schon morgens gegen den „beunruhigend niedrigen Alkoholpegel seines Blutes“ antrinken muss, trotz seiner Kopfschmerzen: „Aus der linken Badetasche seines Bademantels nahm er zwei Aspirin und warf sie in die Bierflasche, in der es zischte und schäumte. Genüsslich schlürfte er den…

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Sara Sligar, Alles, was zu ihr gehört

Sara Sligar, Alles, was zu ihr gehört

Kate Aitken, eine junge Journalistin, will nach einem #meetoo Skandal New York verlassen. Sie hat weder Lust, noch Kraft, noch letztendlich eine echte Chance, in ihrer alten Umgebung neu anzufangen. Sie will und braucht aber Abstand – räumlich und emotional – zu dem, was war. Das, was ihr passiert ist, bleibt lange vage, wird immer wieder nur angedeutet. Nach und nach erfährt man mehr Details, so dass allmählich, parallel zur eigentlichen Handlung, auch Kates Geschichte Gestalt annimmt. Sie hat einen…

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Thømas Engström, South of Hell

Thømas Engström, South of Hell

„South of Hell“ ist der zweite Ludwig-Licht-Thriller, der dieses Mal in den USA spielt. Lichts früherer CIA-Chef Decker ist nicht mehr in Berlin. Er arbeitet jetzt für einen privaten Sicherheitsdienst und soll Ron Harriman, den ehemaligen US-Botschafter in Berlin, vor einem Wahldebakel schützen. Ron Harriman steht bei der Kandidatur in Pennsylvania zur Wahl des Kongressabgeordneten mit dem Rücken zur Wand: Ihm wird vorgeworfen, indirekt für den Suizid eines jungen Homosexuellen verantwortlich zu sein, der vorab auf seiner Facebookseite folgende Nachricht…

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Thømas Engström, West of Liberty

Thømas Engström, West of Liberty

West of Liberty ist der erste Band mit Ludwig Licht, einem ehemaligen Doppelagenten, der sowohl für die Stasi als auch für die CIA gearbeitet hat. Nach dem Fall der Mauer, den seine Ehe nicht überlebt hat, versucht er sich als Gastronom mit einer Kneipe in Berlin-Kreuzberg, allerdings nicht sehr erfolgreich. Er ist eher sein bester Gast als ein erfolgreicher Geschäftsmann. Regelmäßig gerät er daher in Geldnot, leiht sich Geld von zwielichtigen Gestalten und nimmt deshalb immer wieder Aufträge der CIA…

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Hubert Achleitner, flüchtig

Hubert Achleitner, flüchtig

„flüchtig“ ist die Lebensgeschichte Marias, erzählt aus verschiedenen Perspektiven: der eigenen, der Lisas, Ich-Erzählerin, die allerdings auf Berichte anderer angewiesen ist, u.a. auf Marias Brief, den diese an ihren Mann Herwig geschrieben hat. Den übergibt Lisa ihm persönlich, nachdem sie ihn vorher selbst gelesen hat. „So manches, von dem ich berichten werde, habe ich dem Brief entnommen, den ich wenige Wochen nach dem Jahreswechsel im Briefkasten fand. Er war an mich adressiert, aber an Herwig gerichtet. Herwig ist der Mann,…

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Susanne Kerckhoff, Berliner Briefe

Susanne Kerckhoff, Berliner Briefe

Susanne Kerckhoff war eine Berliner Journalistin und Schriftstellerin mit einer lauten, klaren und dennoch poetischen Stimme im literarischen und politischen Diskurs der Nachkriegszeit, die sich nicht scheute, deutlich Stellung zu beziehen. In ihrem fiktiven, 1948 erschienen Briefroman „Berliner Briefe“ schreibt sie in dreizehn Briefen an ihren nach Paris emigrierten jüdischen Freund Hans über die Situation nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland bzw. in Berlin. „In diesen Briefen spiegeln sich Ratlosigkeit und Hoffnung. Ein Mensch bemüht sich, innerhalb der…

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Graham Swift, Da sind wir

Graham Swift, Da sind wir

Worum geht es in diesem Roman? Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten. „Da sind wir“ ist mit 159 Seiten zwar nur ein relativ kurzer Roman ist, aber ein sehr vielschichtiger. Eine Frau zwischen zwei Männern oder zwei Männer lieben eine Frau – wäre ein Thema, das vielleicht auf hohe Verkaufszahlen zielt, greift aber zu kurz. Dennoch stimmt es. Jack, Conferencier in einer Show, ist mit Ronnie befreundet, der mit der attraktiven Evie, seiner Assistentin und späteren Verlobten, in…

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Helene Bockhorst, Die beste Depression der Welt

Helene Bockhorst, Die beste Depression der Welt

Vera, die Ich-Erzählerin dieses Romans über Depressionen, leidet selbst unter Depressionen. Ein Verlag ist auf Vera aufmerksam geworden, weil sie mit ihrem Blog, auf dem sie ihren versuchten Selbstmord bekannt gemacht hatte, soviel Aufmerksamkeit erregt hat. Sie soll nun – quasi als „Fachfrau“ – einen Ratgeber gegen Depressionen schreiben. Einen Vorschuss hat sie bereits bekommen, zum Teil auch schon ausgegeben und die Deadline, der Terminabgabe eines Manuskriptes für ihr Buch rückt bedrohlich näher. Bedrohlich, weil Vera aufgrund ihrer Depressionen mit…

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