Alan Bennett, Die souveräne Leserin

Alan Bennett, Die souveräne Leserin

Diese köstliche Lektüre von Alan Bennett liegt mir in der 21. (!) Auflage vor. Auf Deutsch in der Übersetzung von Ingo Herzke gibt es diesen Band bereits seit 2008 und ist eine Liebeserklärung an das Lesen, seine Wirkmächtigkeit und eine Hommage an die damit verknüpfte Literatur. Bennett erzählt, wie die Queen – mehr oder weniger durch Zufall – ans Lesen von Literatur kommt. Sie, die bisher nur informatorische Texte gelesen hat, bemerkt, wie sich ihr über die Lektüre von Literatur…

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Muscheln

Muscheln

Muscheln, Muscheln, blank und bunt, findet man als Kind. Muscheln, Muscheln, schlank und rund, darin rauscht der Wind. Darin singt das große Meer in Museen sieht man sie glimmern, auch in alten Hafenkneipen und in Kinderzimmern. Muscheln, Muscheln, rund und schlank, horch, was singt der Wind: Muscheln, Muscheln, bunt und blank, fand man einst als Kind! (Wolfgang Borchert)

Mit schwarzen Segeln

Mit schwarzen Segeln

Mit schwarzen Segeln segelt mein SchiffWohl über das wilde Meer;Du weißt, wie sehr ich traurig bin,Und kränkst mich doch so schwer. Dein Herz ist treulos wie der WindUnd flattert hin und her;Mit schwarzen Segeln segelt mein SchiffWohl über das wilde Meer. (Heinrich Heine)

Die Farbe Weiß

Die Farbe Weiß

Weiß ist weiß. Ganz und gar nicht. Ganz weiß gibt es wohl kaum. Immer wieder gibt es Abstufungen durch – je nach Tageszeit – variierende Lichteinfälle, die dann diverse Farbabstufungen zur Folge haben. Schon allein die verschiedenen Farbbezeichnungen: schneeweiß, wollweiß, reinweiß, warmweiß, kaltweiß, kalkweiß … deuten daraufhin. Ich meine mal gelesen zu haben, dass Eskimos nicht nur für Schnee unzählige Wörter haben, sondern auch für die Farbe Weiß. Die Bedeutungsandbreite dieser Farbe ist ebenfalls riesig: von der Farbe der Unschuld,…

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Birke im Winter

Birke im Winter

Es trauert mir am FensterEin junger Birkenbaum.Der Winter hat ihn launischGeschmückt mit weißem Flaum. Gleichwie voll Trauben langenDie Zweige her nach mir.Es schmeichelt meinem BlickeDie weiße Trauerzier. Ich lieb es, wenn die KroneErflimmt im Morgenschein,Und weh tut’s mir, wenn VögelDer Zweige Schmuck verstreun. (Afanassi Afanassjewitsch Fet)

Tücken im Alltag

Tücken im Alltag

Der Beitragsservice von ARD,ZDF und DRadio verschickt ab sofort keine Zahlungsaufforderungen zu den entsprechenden Fälligkeitsterminen – aus Kostengründen. Deshalb wollte ich einen Dauerauftrag anlegen. Soweit so gut. Alles Notwendige eingegeben, überprüft und jetzt die TAN ermitteln. Kann ich, dachte ich. Doch dann bin ich beim dritten Schritt nicht mehr weitergekommen. Was bitte heißt: 3. Geben Sie den Wert für ‚Dauerauftrag an‘ unter Kontonummer ein und drücken Sie die Taste OK. Ich bei der Sparkasse angerufen. Die Frage konnte man nicht…

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Das Konzert

Das Konzert

Die nackten Stühle horchen sonderbarBeängstigend und still, als gäbe es Gefahr. Nur manche sind mit einem Mensch bedeckt. … (Alfred Lichtenstein, Das Konzert, 1. Strophe) Ich mag es, sehr früh im Konzertsaal zu sitzen, die Atmosphäre des Raums zu spüren, Musiker ihre Instrumente stimmen sehen und zu hören, oft noch Stimmübungen hinter verschlossene Türen, im Programmheft lesen und mitzubekommen, wie sich der Saal langsam füllt, Menschen ihre Plätze suchen, sich (be) grüßen … Es gibt so viel zu sehen: Kleidung,…

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Abbas Khider, Der Erinnerungsfälscher

Abbas Khider, Der Erinnerungsfälscher

„Der Erinnerungsfälscher“ erzählt in mosaikhaften Episoden von Said Al-Wahid, der auf dem Rückweg von einer Lesung die Nachricht erhält, seine Mutter sei sehr krank, er möge doch bitte in den Irak kommen, von seiner langen Flucht, dem Ankommen in Deutschland bis hin zur deutschen Staatsbürgerschaft und seinen Bemühungen, Schriftsteller zu werden. Dabei muss er sich immer wieder mit seinen Erinnerungen oder dem, was er für seine Erinnerungen hält, auseinandersetzen. Und er bemerkt, dass es ihm „gleichgültig geworden ist, wie die…

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