Montag, 16. Juni 2008 | Kategorie: Allgemein, Denk-Würdiges |
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Muss sich ein Schiedsrichter tatsächlich auch noch mit den Trainern einer oder im Zweifelsfall beider beteiligter Fußballmannschaften beschäftigen und sie - notfalls - zur Raison rufen? Hätten Trainer nicht tatsächlich auf der Tribüne den für sie notwendigen, besseren Überblick und könnten in der Halbzeitpause ihren Spielern - mit der nötigen Distanz - Tipps für den weiteren Spielverlauf geben?
Als emotionaler Mensch kann ich die Reaktionen beider Trainer gut nachvollziehen, doch: Cui bono?
Schaun' mer mal, wie's weitergeht bzw. wie' s ausgeht!
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Sonntag, 15. Juni 2008 | Kategorie: Frag-Würdiges, Merk-Würdiges, Rezensionen, Worte, Zitate |
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Unter diesem Apekt habe ich die Beichte noch nie gesehen. In Claire Golls Roman, "Arsenik oder Jedes Opfer tötet seinen Mörder" kann man folgende Passage lesen.
"Es ist ein theatralischer Genuß, so zerschmettert zu Füßen einer himmlischen Autorität zu liegen und sich selbst zu zerfleischen. Darum ist sie schon als Kind leidenschaftlich gern zur Beichte gegangen. ... Sie, die ihren Mitmenschen gegenüber verschlossener ist als ein Grab, enthüllt ihre Seele nicht ohne wollüstigen Schauer in der Kirche. Solange die Seelsorge in Händen der Männer ist, wird der Beichtstuhl wegen seiner erotischen Mystik nie an Zugkraft verlieren."
(Rezension des Romans folgt.)
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Freitag, 13. Juni 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Aufgeschnappt, Merk-Würdiges, Worte |
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Auf dem Weg zum Auto traue ich meinen Augen nicht: Da liegt ein älterer Mann auf dem Boden und auf ihn prügelt ein Jüngerer ein, schlägt ihm die Brille aus dem Gesicht und seine Fäuste auf den Kopf. Die Leute gucken. Ich renne über die Straße und frage den Prügelnden, weshalb er den Mann denn schlage? Erstaunt schaut er mich an, hört mit dem Prügeln auf und fragt, was mich das denn überhaupt angehe? Meine Frage an den Älteren, ob ich ihm helfen könne, wird nicht beantwortet. Er nimmt seine Brille und steigt ins Auto. Das macht er immer so! ...
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Donnerstag, 12. Juni 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Denk-Würdiges, Zitate |
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"Wenn du jemanden liebst, dann beeil dich und zeig es." (Joyce Brothers)
Ja, denn morgen könnte es schon nicht mehr möglich sein.
Als junge Frau habe ich allerdings gelernt, dass es unklug sei, sofort zu reagieren. Briefe von Jungen mussten eine bestimmte Zeit (der Zeitraum ist mir entfallen) liegen gelassen werden, bevor er beantwortet werden sollte.
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Mittwoch, 11. Juni 2008 | Kategorie: Frag-Würdiges, Rezensionen |
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"Ich erzähle meine Geschichte nicht, um Geld oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich erzähle sie im Angedenken an all die Mädchen, die nicht wie ich das Glück hatten zu überleben. " erfährt der Leser auf dem Umschlag, der gleichzeitig im BILD Stil in roten Lettern mit folgender Aufzählung wirbt: "Der Mörder, Sein Opfer, Eine Liebe."
Ich war neugierig, da mich schon interessiert, wie es dazu kommen kann, dass sich ein Opfer in seinen Peiniger verliebt. Doch nach dem Ende der Lektüre bin ich in der Hinsicht nicht schlauer, da man eher über Räumlichkeiten, Landschaften und deren Sehenswürdigkeiten informiert ist, als über die ...
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Dienstag, 10. Juni 2008 | Kategorie: Denk-Würdiges, Rezensionen |
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"Sternstunde der Mörder" ist ein spannender, äußerst interessanter Kriminalroman, dessen Handlung während der letzten vier Monate der deutschen Besatzung in Prag spielt. Eine deutsche Generalswitwe wird bestialisch ermordet aufgefunden.
Für Kriminalkommissar Beran und seinen Assistenten Morava ist die Aufklärung dieses Mordes keine einfache Aufgabe, u.a. weil ihm der deutsche Oberkriminalrat Buback zur Seite gestellt wird, der perfekt Tschechisch spricht, es aber keinen wissen lässt. Der Mord wird sofort propagandistisch ausgeschlachtet und als politischer eingestuft. Doch nach und nach werden immer wieder Frauen, meist alleinstehend oder verwitwet, auf die gleiche ritualisierte Art ermordet.
Parallell zur Untersuchung des Mordes wird klar, dass das ...
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Montag, 9. Juni 2008 | Kategorie: Allgemein, Aufgeschnappt, Frag-Würdiges |
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Auf dem Weg zum Geburtstag meines Vater, in Begleitung meines jünsten Sohnes, klingelt sein Handy. Es ist sein Oberstufenkoordinator, der ihn auf die Möglichkeit an der Teilnahme eines Nachschreibtermins in Mathematik aufmerksam macht, verbunden mit der Aufforderung, sich bis Freitag, den 13. Juni zu entscheiden. Seine Abweichprüfung hat mein Sohn bereits hinter sich!
Dass Fehler gemacht werden, finde ich nicht schlimm, sondern menschlich. Doch die Art und Weise, wie über einen langen Zeitraum versucht worden ist, die Verantwortung für gemachte Fehlter an allen möglichen Stellen abzuladen, finde ich verantwortungslos und wenig vorbildhaft.
Letztendlich kann/ muss man ja noch froh sein, dass das ...
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Montag, 9. Juni 2008 | Kategorie: Aufgelesen, Rezensionen |
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Bisher kannte ich nur Gedichte von Claire Goll. Ein Blick ins Bücherregal förderte einen Roman von ihr zutage. Neugierig begann ich die Geschichte von Marie zu lesen, die im Hause des reichen Perlenhändlers Theodor Delos und seiner Frau Beatrice als Dienstmädchen arbeitet. Das, was ihr passiert, passierte vielen Dienstmädchen, die ihren Herrschaften, vor allem den Herren des Hauses, in jeder Hinsicht zu Diensten sein mussten. Inhaltlich nicht wirklich etwas Neues.
Aber die sprachliche Darstellung ist derart wortgewaltig, bildhaft und metaphernreich, dass das Lesen Spaß macht trotz Maries bemitleidenswertem Schicksal. Der Roman ist eine bitterböse Anklage einer Großstadtgesellschaft am Beipiel von Paris ...
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Freitag, 6. Juni 2008 | Kategorie: Frag-Würdiges, Rezensionen |
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Die Leiche Rudolf Schreiners, unbeliebter Philosophieprofessor am philosophischen Institut der Uni Berlin, wird eines morgens zerstückelt in den Postfächern seiner Kollegen aufgefunden. Rebecca Lux, Direktorin des Instituts, bittet Anja Abakowitz, eine ihrer ehemaligen Studentinnen, um Hilfe bei der Aufklärung des Mordes, denn sie steht unter Mordverdacht. Kurz nach Aufnahme der Ermittlungen ist auch Rebecca Lux tot. War es Mord oder Selbstmord?
Obgleich der Krimi mit dem Raymond-Chandler Preis prämiert worden ist, finde ich die Story nur mäßig gelungen. Man erfährt - äußerst klischeehaft - mehr über die sexuellen Neigungen und Vorlieben der schrill gezeichneten Figuren als über ihre ...
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Mittwoch, 4. Juni 2008 | Kategorie: Merk-Würdiges |
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Morgen hat mein jüngster Sohn die Schule noch einmal zu betreten, um seine letzte schulische Hürde zu nehmen. Dann steht "nur noch" die Abiturfeier aus - ein freudiges Ereignis, zu dem die Brüder anreisen, um auch den Jüngsten gebührend zu feiern.
Ich freue mich, drei Kinder, drei Jungen, auf sehr unterschiedliche Art und Weise die Schulzeit über begleitet zu haben und damit nun ein völlig neues Kapitel aufzuschlagen - eine schulfeie Zeit- zumindest die eigenen Kinder betreffend.
Es ist eine Zeit der Abschiede und Anfänge. Beides kann befreiend, aufregend sein und neugierig machen auf das, was kommt.
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