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Kategorie: Buch-Rezensionen

J. Courtney Sullivan, Fremde Freundin

J. Courtney Sullivan, Fremde Freundin

„Fremde Freundin“ ist ein Roman über die Verbindung zwischen Elisabeth, einer erfolgreichen Autorin, die mit ihrem Mann Andrew und dem gemeinsamen Sohn Gil von New York in Andrews Heimatstadt auf dem Lande gezogen ist, und Sam, der Kunststudentin, die sich ihr Studium mit Jobs u.a. in der Mensa finanzieren muss. Elisabeth engagiert Sam als Babysitter, um Zeit für das Schreiben eines neuen Romans, eines neuen Buchs zu haben, von dem sie allerdings noch keine konkreten Vorstellungen hat. Elisabeth fällt es…

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Mieko Kawakami, Heaven

Mieko Kawakami, Heaven

Reicht es für eine Freundschaft, wenn die Gemeinsamkeit darin besteht, „Außenseiter und Opfer übler Mobbing-Attacken“ zu sein? Der namenlose schielende, vierzehn Jahre alte Ich-Erzähler lebt nahezu ohne Kontakte. In der Schule ist er Mobbingopfer übelster Art. Schon darüber zu lesen, geht an die Substanz, immer gepaart mit der Frage, warum tun sich Jugendliche so etwas nur an? Eine mögliche Antwort gibt einer der Täter: Weil er es kann und es Spaß macht. „Spontane Lust, die Lust, jemanden zu verprügeln oder…

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Claudia Gliemann, Ein Schlüssel für Mama

Claudia Gliemann, Ein Schlüssel für Mama

Nach „Papas Seele hat Schnupfen“ widmet sich Claudia Gliemann in diesem Kinderbuch einem Thema, das in ähnlicher Form sicher in vielen Familien zu beobachten (gewesen) ist: Arbeitslosigkeit aufgrund der Corona Pandemie und ihre seelischen Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Angehörigen. In dieser Familie ist es die Mutter, die als Cellistin viel unterwegs ist und auswärts ihre Auftritte hat, während sich der Vater als Hausmann um die beiden Kinder kümmert. Lethargisch sitzt sie auf dem Sofa und blickt nach draußen,…

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Nina Bouraoui, Geiseln

Nina Bouraoui, Geiseln

„Ich heiße Sylvie Meyer. Ich bin dreiundfünfzig Jahre alt. Ich bin Mutter zweier Kinder. Ich lebe seit einem Jahr von meinem Mann getrennt. Ich arbeite bei Cagex, einem Gummiunternehmen. Ich bin für die Produktionskontrolle zuständig. Ich bin nicht vorbestraft. Ich kenne keine Gewalt und habe nie Gewalt erfahren, keine Ohrfeigen, keine Schläge mit dem Gürtel, keine Beschimpfungen, nichts.“ So stellt sich die Ich-Erzählerin in „Geiseln“ vor. Was kann sie da schon von ihrem Leben erzählen? Doch bereits der Titel macht…

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Johannes Anyuru, Sie werden in den Tränen ihrer Mütter ertrinken

Johannes Anyuru, Sie werden in den Tränen ihrer Mütter ertrinken

Johannes Anyuru wurde in Schweden für diesen Roman, der monatelang auf der schwedischen Bestsellerliste gestanden hat, und u.a. mit dem Per-Olov-Enquist-Preis ausgezeichnet. Die Filmrechte sind bereits verkauft. Es ist ein höchst komplexer, manchmal auch nicht ganz einfach zu verstehender Roman, in dem es zwei verschiedene Ich-Erzähler gibt, die nicht immer sofort auseinanderzuhalten sind. Da ist auf der einen Seite eine junge Frau, deren wirkliche Identität bis zum Schluss des Romans nicht wirklich klar ist, die mit ihrem Mann Amin und…

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Edem Awumey, Die schmutzigen Füße

Edem Awumey, Die schmutzigen Füße

„Schmutzige Füße“ ist nach „Nächtliche Erklärungen“ der zweite auf Deutsch erschienene Roman von Edem Awumey, in Togo geboren, der aber seit 2009 in Vieux-Hull bei Ottawa lebt und schreibt. Der Roman ist im Weidle Verlag erschienen und vom Verleger Stefan Weidle aus dem Französischen übersetzt worden. Als „schmutzige Füße“ werden Askia, seine Mutter und sein später verschwundener Vater bezeichnet, letztendlich aber alle Menschen, die sich meist zunächst auf Wanderschaft auf der Suche nach einem besseren Zuhause befinden, später dann auf…

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Julia Strachey, Heiteres Wetter zur Hochzeit

Julia Strachey, Heiteres Wetter zur Hochzeit

„Heiteres Wetter“ erschien 1932 zum ersten Mal in der Hogarth Press bei Leonard und Virginia Woolf und erzählt von den wenigen Stunden vor der Hochzeit zwischen der dreiundzwanzigjährigen Dolly Thatcham und dem acht Jahre älteren Owen Bigham, während der die Gäste im Haus der Witwe Thatcham eintreffen und die Braut eingekleidet werden soll. Dolly sitzt vor dem Spiegel in ihrem Zimmer, ihr Gesicht blass wie eine „phosphoreszierende Orchidee“:„Fünf oder sechs Minuten lang verharrte die blasse und leuchtende Orchidee reglos im…

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Hannah Lühmann, Auszeit

Hannah Lühmann, Auszeit

„Der Tag, an dem ich in die Klinik fuhr, um mein Kind abzutreiben, war ein Dienstag, es war noch Frühling. Durch die schmutzigen Scheiben meiner Wohnzimmerfenster fiel das zarte Licht eines beginnenden Frühsommers, aus dem Hof drang das Geschrei Basketball spielender Jungs zu mir nach oben. Ich empfand in diesen Momenten, bevor ich aufbrach, eine seltsame, friedliche Stille.“ So beginnt der Debütroman der Journalistin Hannah Lühmann. Sie erzählt von Henriette, einer Doktorandin, die ihr Leben eher unstrukturiert, plan- und lustlos…

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Malachy Tallack, Das Tal in der Mitte der Welt

Malachy Tallack, Das Tal in der Mitte der Welt

„Das Tal in der Mitte der Welt“ ist der Debütroman Malachy Tellacks – Schriftsteller, Singer-Songwriter und Journalist – und erzählt von einem kleinen, nur spärlich besiedelten Tal auf einer der Shetlandinseln. Die Anzahl der Tiere, vornehmlich Schafe, überwiegt die der Menschen bei weitem. David ist dort geboren und hat sein ganzes Leben da verbracht, später mit seiner Frau Mary und den mittlerweile erwachsenen Töchtern Kate und Emma. Kate lebt mit ihrer Familie in der Stadt. Emma war mit ihrem Freund…

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Claudia Gliemann, Papa Elefant. Sind wir bald da?

Claudia Gliemann, Papa Elefant. Sind wir bald da?

Bei uns hieß es: „Wann sind wir denn endlich da?“ Eine Frage, die sicher schon mehrere Elterngenerationen beantworten mussten, wenn ihre Sprösslinge sich unterwegs – wohin auch immer – langweilten, nicht mehr konnten oder wollten, egal ob zu Fuß oder mit dem Auto. Claudia Gliemann hat in ihrem Bilderbuch, illustriert von Ann Cathrin Raab, diese Frage zum Anlass genommen, ein Bilderbuch zu kreieren, in dem ein kleiner Elefant mit seinem Papa Elefant einen langen Weg vor sich hat. Es geht…

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