Eric-Emmanuel Schmitt, Madame Pylinska und das Geheimnis von Chopin
Eric-Emmanuel Schmitts gelingt es in seinen Büchern immer wieder, ernste Themen mit unglaublicher Leichtigkeit, Zartheit und menschlicher Wärme zu erzählen und damit zu berühren. Der Ich-Erzähler von „Madame Pylinska und das Geheimnis von Chopin“ heißt Eric wie der Autor. Inwieweit das Buch autobiografische Züge trägt, weiß ich nicht, muss ich auch nicht wissen, ist dennoch sehr naheliegend. Den Schiedmayer erlebt der neunjährige Eric als Eindringling, der sich „dauerhaft im Wohnzimmer aufhielt, schlafend, wach, meckernd, reglos, lästig. … Unsere Familie duldete…